Ankommen
Ein paar Minuten vorher reicht.
Damit sich alle bei mir wohlfühlen, gibt es ein paar Absprachen. Sie gelten in beide Richtungen: was ich mir von dir wünsche und was du von mir erwarten kannst.
- Komm pünktlich, gern ein paar Minuten vorher. Bitte nicht zehn oder fünfzehn Minuten früher: Dann sitzt du mitten in der Stunde eines anderen Schülers, und das ist für ihn schwierig.
- Wenn es dir möglich ist, zieh im Flur die Schuhe aus. Bring dir am besten Socken oder Hausschuhe mit, damit du keine kalten Füße bekommst.
- Wasch dir vor jeder Stunde im Gäste-WC die Hände. Es steht alles bereit.
- Stell dein Handy auf Flugmodus, bevor du dich ans Klavier setzt.
Am Klavier
Ein Instrument, das wir teilen.
Mein Pleyel-Klavier begleitet viele Menschen. Damit es lange so schön klingt, bitte ich dich um ein wenig Sorgfalt.
- Geh pfleglich mit dem Klavier um. Leg deine Sachen nicht auf das Klavier, sondern auf die Filzmatte, die dafür bereitliegt.
- Bring jedes Mal dein Heft mit. Dort schreiben wir beide hinein. Am meisten bringt es dir, wenn du dir selbst viele Notizen machst, ganz von allein.
- Kleb die Kopien, die du von mir bekommst, zu Hause zusammen. Das erleichtert uns beiden die Arbeit.
Von mir für dich
Was du von mir erwarten kannst.
Auch ich habe meine Hausordnung.
- Nach jeder Stunde desinfiziere ich die Tasten und, wenn nötig, die Pedale.
- Das Klavier ist gepflegt und gestimmt und klingt so, wie es klingen soll.
- Wasser steht immer bereit, und auf Wunsch mache ich dir gern einen Kaffee oder Tee.
- Ich nehme mir Zeit für dich, höre zu und sage dir ehrlich, wenn ich einmal keine Lösung parat habe.
Fahrplan
Deine Stunden, deine Entscheidung.
Du buchst deine Termine selbst und kannst bis 24 Stunden vorher absagen. Diese Freiheit hat eine Kehrseite, um die ich dich bitte, sie im Blick zu behalten.
- Ferien sind im Abo bereits eingerechnet. Wer zusätzlich außerhalb der Ferien verreist und alle Stunden danach nachholen möchte, kommt leicht in zeitliche Schwierigkeiten. Und ich kann nicht beliebig viele Zusatztermine schaffen.
- Eine Entscheidung für etwas anderes ist deshalb auch eine Entscheidung gegen eine Klavierstunde. Bitte plane deine Stunden so, dass sie in dein Jahr passen.
- Wenn es eng wird, sprich mich früh an. Dann schauen wir gemeinsam, was möglich ist.
Berührung und Grenzen
Klar, behutsam und mit deinem Einverständnis.
Klang entsteht im Körper. Deshalb gehört es zum Klavierunterricht, dass ich manchmal korrigiere, wie du sitzt, wie deine Hand liegt oder wie sich dein Arm bewegt. Das meiste zeige ich dir an mir selbst.
Manchmal ist eine Berührung aber der klarste Weg: Ich führe kurz deine Hand oder dein Handgelenk, oder ich lege eine Hand auf deine Schulter, wenn sie hochgeht, ohne dass du es merkst. Bevor ich das tue, sage ich es dir: „Nicht erschrecken, ich korrigiere dich kurz.“
Darauf kannst du dich verlassen
- Ich berühre nur Hand, Handgelenk und Schultern, und nur so lange, wie es für die Korrektur nötig ist.
- Meine Berührungen sind kurz, eindeutig und klar. Fester oder länger berühre ich nie.
- Du kannst jederzeit Nein sagen, ohne Begründung. Dann finden wir einen anderen Weg: mit Worten, mit Bildern oder indem ich es dir an mir zeige.
- Wenn dir etwas unangenehm war, sag es mir, auch im Nachhinein. Ich nehme das ernst, und es hat keinerlei Folgen für unseren Unterricht.
Ich spreche das bewusst offen an. Gerade in der Kunst und in der Musik kommen unklare Berührungen, Machtgefälle und Übergriffe bis hin zu sexualisierter Gewalt leider vor. Für mich gehört ein klarer Umgang mit Grenzen zur Professionalität.
Ich bin darin sehr aufmerksam und habe viele Antennen dafür. Im Zweifel tue ich lieber zu wenig als zu viel. Du kannst dir sicher sein: Deine Grenzen gelten.
Laßbergstraße · EndhaltestelleAussteigen bitte.
Du bist da. Schön, dass du mitgefahren bist.